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zurück bitte eines zu bedenken: aktuelle Kunstmarktpositionen/Künstler mal "lebendig" oder "zum Anfassen" ins Haus zu holen ist sicher eine gute Sache. Dafür gabs die Reihe "Ateliergespräche", die auf Grund mangelndes Interesses der Studenten/der Hochschule (so der Eindruck des Sponsors) eingestellt wurde. D.h., konkret kriegt das Geld jetzt der FBII das Bühnenbild. Wenn´s wieder Interesse für so etwas auf dem Brühl gibt, dafür Geld besorgen. Worum es bei "Gibt es eine Kunst jenseits des Bildes?" gehen sollte ist eine eher diskursive Plattform zu schaffen. Auslöser ist die Tatsache, dass heute Bilder weitgehend nicht mehr von der Malerei hergestellt, durch deren Gesetzmäßigkeiten definiert, bestimmt und gedeutet werden. Natürlich gibt es Schutzräume, wo "es so bleiben kann wie es immer war". Aber Malerei gerät nicht nur deshalb in Legitimationszwang, weil Kunsthistoriker sich neue Diskurse ausdenken, sondern weil eine Realität der maschinell hergestellten und weltweit verbreiteten Bilder Druck machen. Die Bilder kommen nicht mehr aus der Wirklichkeit oder der Malerei selber, sondern aus der Medienwelt, zunehmend auch aus der Wissenschaft. Ein Druck, den einige Künstler aufnehmen und verarbeiten (Namen dafür sind ja vorgeschlagen worden), aber letztlich nur reaktiv, nicht aktiv. Das Heft des Handelns liegt woanders. Das mit diesem neuen Medien allerdings "Kunst" gemacht werden müßte, diese Behauptung/Versprechung erscheint mittlerweise nicht mehr nötig, deshalb wird auch zunehmend weniger über Medienkunst geredet. Das war m.E. nur nötig in einer Phase, wo die neue Technologie einem breiteren Publikum schmackhaft gemacht werden mußte, war "cheerleader-tum " reinsten Wassers, wie die Videokunst in den 60ern. Nun stehen die Netze, die Leitungen sind verlegt und viele sind damit verbunden. Bleiben Fragen. Soll man das "künstlerisch gestalten"? Diese neue Realtät als Anregung begreifen und durch den Malprozeß ziehen? Künstlerisch behübschen und begrünen? Verändern? Darauf einwirken? Aber wie? Nicht zur Kenntnis nehmen? Oder was? Natürlich kann man immer so weiter machen, und es ist auch legitim zu sagen "Mir gefällt es einfach, was zu malen". Das ist o.k., nur dann müssen wir uns auch nicht treffen oder über solche Veranstaltungen reden. Mein Vorschlag wäre einzuladen: - Boris Groys/Jean Baudrillard/ Helmut Kohlenberger zum Thema -Transformation des Bildbegriffs- - eine Gesprächsreihe des Deutschlandfunk zu übernehmen zum Thema: "Was ist ein Bild? Antworten der Kunst und Philosophie, der Neurophysiologie, der Medienwissenschaft und Kunstgeschichte" entweder als "Hörstück" anzubieten oder einzelne Beiträge nochmal "life" zu wiederholen, d.h. den Wissenschaftler/Künstler/ einzuladen, z.B. Hans Belting - eine Veranstaltung mit den "Bildpraktikern des eigenen Hauses" also z.B. Kerbach, Grossarth, Honert, Bosslet. Da ist die Frage, in welcher Form - und, da das "Bild vom Künstler" mit da hineingehört, eine Veranstaltung mit Filmen über Künstler mit dem Organisator der FilmKunstBiennale Heinz Peter Schwerfel, Paris - und dem Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich, dem Autor des Buches "Mit dem Rücken zur Kunst - Die neuen Statussymbole der Macht", ein Blick auf heutige Realität und Kunstpraxis, wo die Trennlinien zwischen politischer Logik und visuellem Spektakel verschwimmen - Georg Baselitz als Life-Gesprächspartner ist ev. möglich - eine Ausstellung im Oktogon wäre gut. (Daniel Richter + Gespräch dazu). Ist aber zu bedenken daß er dann die Last trägt, als Beleg für eine These oder Alternative oder Ähnliches überinterpretiert zu werden. Für eine größere Ausstellung mit allem Drum und Dran fehlt Geld und vor allem Vorbereitungszeit. Außerdem sind die wirklich interessanten Fragen nicht mit Ausstellungen zu beantworten, so ein Versuch ist ja schon Teil des Problems, siehe die Ausstellung im Centre Pompidou. Ich finde, Ausgangspunkt sollte die Tatsache sein, daß wir, ob nun in der Medienklasse oder in einer Malereiklasse, jeden Tag mit einer Reihe solcher Fragen konfrontiert sind. Davon sollten wir ausgehen. Generell die Frage für uns/Mai03: wo findet was statt? Was passiert in diesen Räumen? Einzelne Ateliers? Ein zentralerer Ort? Oktogon? Konkret zu Mastthias Haase: wir werden nicht alle diese Künstler einladen können, aber wäre es nicht denkbar daß Sie mit Dias, ev. Videos, Projektionen aus Katalogen/Büchern mal versuchen zu erzählen, warum gerade diese Liste zu Stande kam und, wenn´s nicht reiner Zufall war, warum Ihnen diese Künstler beim Nachdenken über unser Thema eingefallen sind? Ich meine, Hitlisten, fiktive Nationalmannschaften die gegen einen starken Gegner antreten müssen...man kann es auch spielerisch angehen... Noch ein bischen sammeln auf der mailingliste und dann Anfang Dezember nochmal treffen. Generell die Frage für uns/für Mai03: wo findet was statt? Was passiert in diesen Räumen? Einzelne Ateliers? Ein zentralerer Ort? Oktogon? Lutz Dammbeck seitenanfang zurück c |