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„Gibt es eine
Kunst jenseits des Bildes?“
eine gemeinsame Veranstaltung der Projektklasse
in Zusammenarbeit mit der Fachklasse Prof. Kerbach im Rahmen des Modellversuchs
„Artlab: Medienhöhle 1-x
Im April/Mai 2003 sollen an der Hochschule für
Bildende Künste Dresden Veranstaltungen stattfinden, um konzentriert
aus verschiedenen Perspektiven über das Bild/ den Bildbegriff heute
zu informieren, nachzudenken und zu diskutieren.
Das Spektrum dieser Perspektiven soll von den "Bildbeschwörern"
bis zu den "Bildskeptikern" reichen.
Heute beherrscht die großen Ausstellungen zunehmend eine Kunst,
die man „nicht sehen kann“ und auf eine Realität reagiert,
die sich der Abbildbarkeit zu entziehen scheint.
Diese Kunst ist prozesshaft und läßt sich nicht mehr in einem
Bild fixieren.
Diese „Unabbildbarkeit“ entspricht dem „unabbildbaren
Zustand des unbedingten Geistes“ bei Hegel, z.B. Ist das "Bild"
also passé? Diese für eine sich als "Malerakadenmie"
verstehende Hochschule spannende Frage soll aus zwei Perspektiven reflektiert
werden:
aus der Perspektive der Malerei/Zeichnung und der technischen Bildmedien
(Film, Foto, Video, Multimedia).
Zu diesem Thema werden interessante Theoretiker und Künstler sowohl
aus dem Bereich Malerei wie Medien/Film/Videokunst eingeladen, mit denen
wir über die Zukunft des "Bildes" und des "Bildermachen"
im elektronischen Zeitalter sprechen und diskutieren wollen.
Begleitet werden sollen die Veranstaltungen von Vorträgen, Filmabenden,
Seminaren/Workshops, Podiumsdiskussion und einer offen zugänglichen
und nutzbaren
Biblio-Audio-Videothek zumThema.
1) Ausstellung "Richter - Richter"
Daniel Richter präsentiert seine Malerei im rechten Flügel
des Oktogons .
Neben dieser Ausstellung informiert er im Rahmen eines Vortrages und
Ateliergesprächen über seine künstlerische Position.
Zeitgleich findet die Ausstellung "Ludwig Richter und seine Schüler"
anlässlich seines 200 jährigen Geburtstages, im linken Flügel
des Oktogons, kuratiert und organisiert von Frau Dr.Kardinar(HfBK Dresden),
statt.
Ludwig Richter war von 1836 bis 1876 Lehrer an der Dresdner Kunst-Akademie
mit großer kunstgeschichtlicher Bedeutung. Anlässlich dieses
Jubiläums sollen etwa 50 ausgesuchte Werke aus den Beständen
der Hochschule präsentiert werden.
Dies soll eine Arbeits- und Werkpräsentation
sein, in welcher beide Präsentationen für sich stehen aber
die Möglichkeit da ist, daß sich zu den anderen Materialien
im Oktogon Beziehungen und etwas "Drittes" herstellt.
3) in den verbleibenden Räumen des Oktogons
soll eine Bibliothek-Audiothek-Videothek zum Thema installiert werden.
Gleich einer nicht repräsentativ abgeschlossenen, sondern offenen-
permanent ergänzbaren Labor- bzw. Arbeitssituation sollen Studenten
wie Besuchern Möglichkeiten zum Lesen, Hören, Videos angucken
etc. geboten werden.
Zusätzlich sollen einige Computerplätze bereitstehen, um themenrelevante
Websites studieren zu können. Eine Cafeteria soll dem Wohlbefinden
der Besucher zuträglich sein.
Anlage 1
4)Integriert wird ein Programm mit Vorträgen,
Diskussionen, Filmveranstaltungen, das im Oktogon stattfindet.
a) Diskussion mit "hauseigenen Bildpraktikern“ der HfBK:
Prof.Grossarth, Prof. Bosslet, Prof. Kerbach, Prof. Dammbeck, Prof.
Honert, Prof. Brandmeier
b) Vortrag Eckhart Gillen, Berlin: Die Praxis des Künstlers
c) Vortrag Boris Groys, Karlsruhe
d) Vortrag Hans Belting
e) Vortrag Helmut Kohlenberger, Salzburg
f) Vortrag Jean Baudrillard, Paris
g) Vortrag Detlev Linke (Hirnforscher) Bonn
h) Vortrag Bildwirklichkeit und Realitätsbegriff bei Heinz von
Foerster und der Kybernetik zweiter Ordnung
g) Filmveranstaltung Dokumentarfilme über Kunst/Schwerpunkt Bild
+erweiterter Bildbegriff
Heinz Peter Schwerfel, Paris
h) Filmveranstaltung "Über Geld, Kunst und Leidenschaft -
The Dealer" c Arte
i) Vortrag "Das morphogenetische Feld" - Bilder des Unsichtbaren.
Von Radionik bis Sheldrake
k) Hörstücke "Was ist ein Bild", Antworten der Kunst
und Philosophie, der Neurophysiologie, der Medienwissenschaft und der
Kunstgeschichte von Rainer B. Schossig, Sendereihe des Deutschlandfunk
Ort: Oktogon/Medienklasse
Als Vorlauf und Einstimmung auf diese Veranstaltungen
finden ab April verschiedene Veranstaltungen statt:
Die Kerbachklasse stellt ein Programm mit Ateliergesprächen zusammen,
das interessante und aktuelle Positionen junger und international erfolgreicher
Malerei vorstellt.
Ort: Ateliers Kerbachklasse /Aktsaal
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