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Synopsis

Zwischen Mensch und Maschine liegt immer noch ein Niemandsland, das Ängste, Abwehr und Unbehagen verursacht. Ingenieure, Techniker und Designer versuchen dieses Unbehagen aufzulösen.
Es ist an der Zeit, dass verstärkt Künstler sich in dieses Niemandsland begeben, um "verrückt" und kreativ den Zwischenraum zwischen Mensch und Maschine (der die Kunst schon lange interessiert) zu besetzen.
Was kann der Künstler mit neuen Technologien, Maschinen und „dem Netz“ (Internet) anfangen ?
Vor dem Hintergrund, dass in der aktuellen Gesellschaft Prozesse der Signal- und Datenverarbeitung, von der Zieltechnologie des Militärs bis zur Geldtransaktion des Kommerzes, die zentrale Rolle spielen, ist es wichtig, kritische Einsichten in die Folgen der Prozessierungen, auf denen unsere Gesellschaft aufgebaut ist, zu erhalten. Während diese Prozesse sich in rasender Geschwindigkeit abspielen, verharren große Teile der Künstler (und Kunststudenten) noch in Distanz und Ablehnung der neuen technischen Möglichkeiten und verspielen so die Möglichkeit, aktiv in diese Prozesse einzugreifen und zu versuchen, diese mitzubestimmen.
Künstler sollten Kompetenz erwerben und versuchen, diese Entwicklung mitzugestalten und diese Prozesse mit zu definieren. Das kann nicht nur Ingenieuren und Designern überlassen bleiben. Hier gilt es anzusetzen.



Zur Realisierung

Das Konzept von "Artlab: Medienhöhle 1-x" ist eine Mischung aus vorbereitenden Kursen, Ausstellungen und Seminaren international renommierter Künstlerpersönlichkeiten im Bereich Film-Video-Fotografie-Multimedia und soll im Jahr 2004 in einer „Medienhöhle“ im Oktogon der Hochschule seinen Abschluß finden - in einer Mischung aus Symposion, vernetzter künstlerischer Gruppenarbeit und Medien-Festival.
Unsere Vorstellung: Maler, Zeichner, Medienkünstler, Techniker, Hacker, Kryptologen, Hirnforscher, Medienrechtler, Musiker, Übersetzer und Filmemacher sollen dort auf großzügig bemessenen Raum, inmitten in der prunkvollen und historisch aufgeladenen Kulisse des barocken Ensembles von Gemäldegalerie, Grünem Gewölbe, Frauenkirche, Akademie und Schloßkirche ein mediales Feldlager errichten - eine Kombination aus Symposion, Medien - Trainingslager, Academy, Lebens- Ausstellungs- und Arbeitsort, Kommunikationszentrum und offenem Haus für ständig anwesende Teilnehmer, hinzukommende Gäste aus der Stadt, der Region, anderer Kunstinstitute und Neugierige: den normalen "usern".
Ein pulsierender Nervenknoten im weltweiten Netz, der nach "außen" zur Welt und dem globalen unendlichen Raum offen ist, aus dem Bilder, Texte, Filme versendet und auch empfangen werden - die erleuchtete Kuppel des OKTOGONS´s als "Sendezentrale“.
Die Ergebnisse werden auf Video, DAT, als Daten und mit Fotografien dokumentiert und sind Grundlage für einen Abschlußbericht am Ende des Modellversuchs in Form eines Katalogbuchs.


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