Kurzbeschreibung
Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und trägt
experimentellen Charakter.
Ziel ist, in einer Mischung von Kurs- und Seminarsystem neue Lehrmodule
für das Grundlagenstudium an einer Kunsthochschule zu entwickeln.
Das Angebot ist offen für Studenten und Meisterschüler der
Projektklasse, anderer Fachklassen- und Fachbereiche der Hochschule
und für externe Gäste.
Synopsis
Zwischen Mensch und Maschine liegt immer noch ein Niemandsland, das
Ängste, Abwehr und Unbehagen verursacht. Ingenieure, Techniker,
Designer und "Netzpropheten" versuchen dieses Unbehagen aufzulösen.
Es ist wichtig, dass sich verstärkt Künstler in dieses Niemandsland
begeben, um "verrückt" und kreativ den Zwischenraum zwischen
Mensch und Maschine zu erkunden.
Was kann der Künstler generell mit den neuen Technologien und dem
Netz (Internet) anfangen ? Was ist heute ein "Bild"
? Was ist "Sehen", "Wahrnehmen"?
Vor dem Hintergrund, das in der aktuellen
Gesellschaft Prozesse der Signal- und Datenverarbeitung, von der Zieltechnologie
des Militärs bis zur Geldtransaktion des Kommerzes, die zentrale
Rolle spielen, ist es wichtig, verstärkt
kritische Einsichten in die Folgen der Prozessierungen, auf denen unsere
Gesellschaft aufgebaut ist, zu erhalten.
Diese Prozesse vollziehen sich in rasender Geschwindigkeit. Was wollen
die Künstler dabei sein, Bremsmasse oder Beschleuniger?
Künstler sollten die Kompetenz erwerben, diese Entwicklung mitzugestalten
und diese Prozesse mit zu definieren.
Das kann nicht nur Ingenieuren und Designern überlassen bleiben.
Untersuchungen dieser Felder und die Entwicklung von Ausbildungsmodulen
für eine Medienklasse -mit den Schnittstellen zu den "klassischen"
Genres Malerei, Grafik und Fotografie- an der Hochschule für Bildende
Künste Dresden ist Ziel
des Modellprojekts.
Diese Ausbildungsmodule sollen übertragbar sein.
Ein Teil dieses Angebots wird ab 2004 auf der Website der Projektklasse
Neue Medien zur Nutzung angeboten.
Zur Realisierung
Das Konzept von "Artlab: Medienhöhle 1-x" ist eine Mischung
aus vorbereitenden Kursen, Ausstellungen und Seminaren und soll im Jahr
2004 mit einer Medienhöhle im Oktogon der Hochschule
seinen Abschluß finden - in einer Mischung aus Symposion, vernetzter
künstlerischer Gruppenarbeit und Kunst-Festival.
Unsere Vorstellung: Maler, Zeichner, Medienkünstler, Techniker,
Hacker, Kryptologen, Hirnforscher, Medienrechtler, Musiker, Übersetzer
und Filmemacher sollen dort auf großzügig bemessenen Raum,
inmitten in der prunkvollen und historisch aufgeladenen Kulisse des
barocken Ensembles von Gemäldegalerie, Grünem Gewölbe,
Frauenkirche, Akademie und Schloßkirche ein mediales Feldlager
errichten - eine Kombination aus Symposion, Medien - Trainingslager,
Academy, Lebens- Ausstellungs- und Arbeitsort, Kommunikationszentrum
und offenem Haus für ständig anwesende Teilnehmer, hinzukommende
Gäste aus der Stadt, der Region, anderer Kunstinstitute und Neugierige:
den normalen "usern".
Ein pulsierender Nervenknoten im weltweiten Netz, der nach "außen"
zur Welt und dem globalen unendlichen Raum offen ist, aus dem Bilder,
Texte, Filme versendet und auch empfangen werden - die erleuchtete Kuppel
des OKTOGONS´s als "Sendezentrale.
Die Ergebnisse werden auf Video, DAT, als Daten und mit Fotografien
dokumentiert und sind Grundlage für einen Abschlußbericht
am Ende des Modellversuchs in Form eines Katalogbuchs.
Abschließender Vortrag
Der abschließende Vortrag zum Modellversuch ist hier
zu finden.